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Erste Informationsveranstaltung zur Zentrumsentwicklung

Quantität oder Qualität? - Zwei Lösungsansätze für die Verkehrsführung stehen zur Diskussion

Der Gemeinderat Cham lädt die Bevölkerung am kommenden Montag, 8. Februar 2010, zu einer Informationsveranstaltung auf 20.00 Uhr in den Chamer Lorzensaal ein. Dieser Anlass ist der erste in einer Reihe von Veranstaltungen zur Vorbereitung der Konsultativabstimmung vom 13. Juni 2010 über mögliche zukünftige Verkehrslösungen. Dazu wurde ein Einladungsflyer an alle Chamer Haushalte zugestellt.

Der Abend ist Erläuterungen zum Kernrichtplan und den untersuchten Verkehrslösungen gewidmet. Der Kernrichtplan ist das Entwicklungsinstrument für die Aufwertung des Zentrums von Cham. Mit der für 2015 vorgesehenen Eröffnung der Umfahrungsstrasse Cham-Hünenberg werden zwingend flankierende Massnahmen fällig, die eine Reduktion des Durchgangsverkehrs im Chamer Zentrum sicherstellen. Die Gemeinde Cham hat zu diesem Zweck ihren Kernrichtplan erarbeitet und zusammen mit Experten und der Bevölkerung nach optimalen Antworten auf die verlangte Verkehrsreduktion gesucht.

An der Informationsveranstaltung vom 8. Februar 2010 werden Gemeinderäte den Kernrichtplan, die bisherigen Planungsschritte und die Resultate der Mitwirkung vorstellen. Ebenso werden Sie über die Rahmenbedingungen der Planungen informieren. Die Verkehrsplanerin Patricia Wenk wird aufzeigen, welche Varianten zur Verkehrsreduktion machbar und umsetzbar sind und welche Effekte die einzelnen Varianten haben. Anschliessend stehen die Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde sowie die Verkehrsplanerin für individuelle Fragen und Erläuterungen zur Verfügung.

Die bisherigen Planungen zeigen zwei grundsätzliche Lösungswege auf, die entweder auf quantitative oder qualitative Ziele setzen. Das ursprünglich vom Kanton angedachte generelle Projekt setzt auf eine Reduktion des Durchgangsverkehrs durch Pförtner an den Einfallachsen Chams. Dabei bleibt die Durchfahrt durch das Zentrum grundsätzlich frei, die Anzahl Durchfahrten wird aber zahlenmässig reduziert. Aus dem von der Gemeinde Cham ausgeschriebenen Studienwettbewerb und dem anschliessenden Mitwirkungsverfahren resultiert die Absicht, die Zufahrt zum Zentrum nicht durch Pförtner zu behindern sondern frei zu belassen, jedoch den Durchgangsverkehr im Zentrum gänzlich zu unterbinden und somit Leben und Arbeiten im Dorfkern substanziell aufzuwerten. Dies wäre durch eine einfache und flexible Massnahme mit einem Fahrverbot für Autos auf der Bärenbrücke umsetzbar.

Die Umfahrung Cham-Hünenberg und die damit vorgesehenen, flankierenden Massnahmen sind ein Projekt des Kantons Zug. Der Souverän hat die finanziellen Mittel mit der kantonalen Referendumsabstimmung vom 11. März 2007 bereitgestellt.

Mit der auf den 13. Juni 2010 angesetzten Konsultativabstimmung haben die Stimmberechtigten Chams aber die Möglichkeit, dem Kanton ihre bevorzugte Lösung zur Reduktion des Durchgangsverkehrs mitzuteilen. Für eine optimale Information in Vorbereitung dieser Abstimmung wird am 8. März 2010 eine weitere Informationsveranstaltung zur Mobilität, am 10. Mai 2010 eine Podiumsdiskussion und am 29. Mai 2010 ein Strassenfest vor dem Chamer Neudorf stattfinden. Gemeinderat und Verwaltung freuen sich auf ein grosses Interesse der Bevölkerung.

Bärenbrücke Cham; Quelle Bruno Arnold, Zug
Bärenbrücke Cham; Quelle Bruno Arnold, Zug

Dokument Zentrumsentwicklung_Cham.pdf (pdf, 2072.0 kB)


Datum der Neuigkeit 3. Feb. 2010
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